Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen

Termin:
21.07.2015
11:00 bis
26.09.2015
16:00

IKUD® Seminare
ReferentIn: 
Zeitaufwand: 
100 AE
Zugang: 
Offen für Externe
max. Teilnehmer: 
12
Teilnahmegebühr: 
3,400,00€
Veranstaltungsort: 

IKUD® Seminare
Groner-Tor-Straße 33
37073 Göttingen

Interkulturalität und Sprachunterricht sind eng verwoben. Für Sprachlernende und Sprachlehrende ist Interkulturelle Kompetenz - erlernbar in Interkulturellen Trainings - unerlässlich. Diese Ausbildung vermittelt Ihnen die wesentlichen theoretischen und praktischen Kompetenzen für die Durchführung eigener Interkultureller Trainings. Es kommt hier der Entwicklung eines eigenen Programms bzw. Trainings besondere Bedeutung zu.

Inhalte der Trainerausbildung

Modul 1: Kernkompetenzen (2 Tage)

Qualifizierte Fort- und Weiterbildung bedeutet mehr als die Weitergabe von Informationen. Lernen ist ein ganzheitlicher Prozess, der an die Verantwortlichen hohe Anforderungen stellt. Aufgrund der unterschiedlichen didaktischen Sozialisation von Zielgruppen stellt sich insbesondere für den interkulturellen Trainer (m/w) die Frage nach der Wissensvermittlung. Demzufolge steht hier die Aneignung von Grundlagen der effizienten Wissensvermittlung im Vordergrund.

Trainingsgrundlagen der interkulturellen Didaktik:

Hier lernen die Teilnehmer / innen die Grundfertigkeiten eines Trainers / einer Trainerin mit den Besonderheiten für den interkulturellen Bereich. Dabei werden folgende relevante Inhalte vermittelt:

    Überblick der wichtigsten theoretischen Ansätze interkulturellen Trainings
    Instrumentarien eines interkulturellen Trainers (m/w)
    Didaktische) Grundprinzipien der interkulturellen Kommunikation
    Spezifische Themen (Durchführung von Kurzvorträgen)
    Einübung der Praxis

Modul 2: Transfer zur Anwendung (1 Tag)

Im Verlauf des Moduls reflektieren die Lernenden die gewonnenen Kenntnisse auf zwei Ebenen – als Teilnehmer/in und als Trainer/in. Durch die hier angewandte doppelte Perspektive wird der Lernprozess intensiviert. Im Mittelpunkt stehen folgende Themen:

    Überblick über die einzelnen Methoden interkulturellen Trainings
    Einführung in theoretische und praktische Grundlagen interkulturellen Trainings und der interkulturellen  Kommunikation
    Praktische Übungen zu einzelnen Methoden: u.a. Fragebogen, critical incidents, cultural assimilator, Fallmethode, Kommunikationsübungen, Simulation
    Praktische Anleitung für die eigene Anwendung
    Einsatz von unterschiedlichen Medien und Methoden

Die Module 1 und 2 finden in einem Block statt, da die praktische Umsetzung des Gelernten in den Rahmen der theoretischen Ausführungen unmittelbar eingebunden wird.

Modul 3: Design interkultureller Trainingsmodule (3 Tage)

Das 3. Modul konzentriert sich auf die Entwicklung von Trainingsmodulen und -programmen für eigene Zielgruppen. Diese Gestaltungs- und Entwicklungskompetenz wird für Trainer/innen vorausgesetzt und mittlerweile häufig auch von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen im Rahmen ihrer Organisationen, Unternehmen oder Projekte erwartet.

Deshalb ist die Auseinandersetzung mit einer konzeptionellen Gestaltung solcher Kurse und Programme erforderlich. Sie lernen, wie Sie ein Training …

    … mit realistischen Zielvorstellungen verknüpfen
    … zielgruppen- und anforderungsgerecht gestalten
    … mit kreativen und motivierenden Elementen verbinden
    … ökonomisch und effizient umsetzen können.

Als wissenschaftlichen Hintergrund stellen wir Ihnen in diesem Modul die wichtigsten Kulturmodelle / -erfassungsansätze vor: Kulturstandards, Kulturdimensionen, kulturelle Orientierungen sowie die Ergebnisse der internationalen GLOBE Study. Diese bilden eine zentrale Basis für die praktische Umsetzung und Gestaltung interkultureller Trainings. Zudem stehen folgende flankierende Aspekte auf der Agenda:

    Einstieg in das Design interkultureller Trainings
    Vorstellung von Prototypen interkultureller Trainingsmodule
    Berücksichtigung unterschiedlicher Zielgruppen
    Bereitstellung ausgewählter und bewährter Trainingsmaterialien

Im Modul 3 werden individuell oder mit Partnern der gleichen Zielrichtung Ideen für Trainings, Kurse und Programme entwickelt und ausgearbeitet. Dabei erhalten Sie methodische Unterstützung im Besonderen in Bezug auf folgende Aufgaben:

    Zielgruppen-Analyse
    Analyse von Anforderungen, Kompetenzen und Lernzielen
    Gestaltung und Organisation von Sequenzen einzelner Trainingsmodule
    Auswahl und Entwicklung von Trainingsmethoden und Traininngsmaterialien
    Möglichkeiten der Integration von E-Learning in das Programm
    Programm-Evaluierung

Sie erhalten Trainingsmaterialien als Grundlage für die Entwicklung eigener Trainings und ein ausführlich ausgearbeitetes Handout mit den wesentlichen Kulturstandards ausgewählter Regionen, einer Analyse und Aufbereitung der Kulturdimensionen sowie den wichtigsten Ergebnissen der internationalen GLOBE Study.

Modul 4: Design von Trainingselementen (3 Tage)

Das 4. Modul konzentriert sich insbesondere auf Simulationen, Rollenspiele und Fallmethoden.
Rollenspiele und Simulationen gehören zu den effizientesten Methoden interkulturellen Trainings und sind kulturspezifisch oder kulturallgemein aufgebaut. Sie fördern affektive und behaviorale Aspekte interkultureller Kompetenz, indem sie Emotionen freisetzen und Verhaltensmuster trainieren.

Das Modul 4 gliedert sich in zwei Blöcke: In der ersten Einheit geht es ausschließlich um die Vorstellung und Durchführung von Simulationen und Rollenspielen. Im zweiten Block hingegen steht die Entwicklung eigener Entwürfe im Vordergrund. Im Einzelnen werden folgende Inhalte vermittelt:

Erster Block
Nach einer kurzen Einführung werden bewährte Simulations- und Rollenspiele für interkulturelle Trainings vorgestellt und durchgeführt (u. a. Barnga, KultuRallye, Modis & Trados). Neben den genannten Simulationen präsentieren wir weitere Übungen und Spiele auf unserem Materialtisch.

Zweiter Block
Im Hinblick auf eigene Zielgruppen und Institutionen entwickeln die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Entwürfe für Simulationen und Fallmethoden. Weitere Methoden werden präsentiert bzw. im Plenum bearbeitet. Die für die Durchführung der selbst entwickelten Simulationen nötigen didaktischen Methoden werden übersichtlich dargestellt.

Modul 5: Evaluierung und Zertifizierung (2 Tage)

Im letzten Modul steht die Vorstellung der in der Ausbildung konzipierten Trainingsmodule auf dem Programm.
Die einzelnen Projektarbeiten werden von den Teilnehmenden vorgestellt. Daraufhin erfolgen Feedback und Auswertungshinweise sowie ein ausführliches Resümee. Weiterhin werden diverse Umsetzungsschritte und -strategien für die Praxis (Profilentwicklung, SWOT-Analyse, Strategie, Innovationspotential, Konzept, Marketing) erörtert.

Zum Ende der Veranstaltung erfolgt eine Evaluierung (Ziele, Funktionen, Methoden, Ebenen) und die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreicher Teilnahme das anerkannte Zertifikat „Interkultureller Trainer (m/w)“.

Lernziele

Sie erhalten alle wichtigen theoretischen Inputs und wissenschaftlichen Hintergründe zur Durchführung interkultureller Weiterbildungen. Sie lernen über 30 praktische Methoden und Übungen kennen, die Sie in Ihren eigenen Trainings und Coachings anwenden und einsetzen können (unter Angabe des Copyrights).

Methoden

Wir legen besonderen Wert auf ein breites Spektrum an Methoden, da durch differenzierte Wissensvermittlung ein besserer Lernerfolg garantiert ist. Die Ausbildung setzt deshalb auf folgenden Ebenen an:

  •     Lernen auf der Erfahrungsebene: Sie nehmen aktiv an Methoden und Übungen teil
  •     Lernen auf der Anwenderebene: Sie reflektieren gemachte Erfahrungen und gewinnen so Rückschlüsse für die eigene Praxis als Trainer/in
  •     Lernen in der Praxis: Nach dem Prinzip „learning by doing“ lernen Sie aus Rückmeldungen und Anwendungsvarianten
  •     Transfer-Lernen: Sie lernen, wie bestehende Materialien für spezifische Zielgruppen angepasst werden können
  •     Lernen durch Konzeption: Sie lernen, die Inhalte in einen neuen didaktischen Rahmen zu bringen. Dabei erhalten Sie Hilfestellung für die praktische Umsetzung
  •     Lernen durch Auswertung: Durch die Evaluierung von Materialien und Programmen werden Ihnen neue Perspektiven eröffnet und praktische Handlungsanweisungen werden gemeinsam erarbeitet
  •     Lernen mit E-Learning: Damit wird das individuelle Lernen der Teilnehmenden gefördert, da sich die Lernphasen nicht ausschließlich auf die Präsenzphasen reduzieren und Ihnen zusätzliches Material zur Verfügung steht.

 
Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite auf unserer Homepage:
http://www.ikud-seminare.de/seminare/interkultureller-trainer-ausbildung-in-5-modulen.html

Inhalt und Lernziele
Interkulturelle Trainings konzipieren und durchführen
Interkulturelle Kompetenz vertiefen und zur Vermittlung im Sprachunterricht aufbereiten
Zahlreiche Praxisbezogene Übungen und Simulationen für die Unterrichts- und Trainingsgestaltung
Themenbereiche
A: Theoretische Grundlagen: Fremdsprachendidaktik und sprachbezogene Hochschuldidaktik
E: Praxismodul: Unterrichtsplanung, -methodik und -techniken